Engagmentfreundlich

Der organisierte Sport in Niedersachsen ist weiterhin der Gesellschaftsbereich mit der höchsten Engagementquote. Wer sich ehrenamtlich, freiwillig [1] oder bürgerschaftlich engagiert, spendet neben dem persönlichen Einsatz für eine Sache oder seinen Sportverein vor allem ZEIT & WISSEN.

Allerdings wird u.a. aus den Sportentwicklungsberichten deutlich, dass „für einen Teil der Sportvereine die Bindung und Gewinnung von ehrenamtlichen Führungskräften und freiwillig Engagierten ein existenzielles Problem darstellt“. In Zahlen bedeutet dies einen Verlust an Engagierten auf Leitungs- und Führungsebene von 170.000 Engagierten zwischen 2004 und 2014 alleine in Niedersachsen (vgl. Breuer, 2016).

Die zentrale Zukunftsaufgabe der Führungs- und Leitungskräfte in niedersächsischen Sportvereinen wird deshalb das „Finden, Gewinnen und Binden“ von freiwillig und ehrenamtlich Engagierten sein. Einen Lösungsansatz bildet dabei ein systematisches und strategisches „Ehrenamts- & FreiwilligenMANAGEMENT" [2]. „EngagementFÖRDERUNG“ [3] darf kein Zufallsprodukt sein oder aus einzelnen Aktivitäten bestehen, es muss durch ein gezieltes und abgestimmtes Maßnahmenpaket erfolgen. Viele Vereine haben sich bereits auf den Weg gemacht, „Engagement" NEU zu denken, eine engagementfreundliche Kultur zu entwickeln und entsprechend ihre (Engagement-)Strategie und Strukturen anzupassen (vgl. LSB-Handbuch FreiwilligenMANAGEMENT & FreiwilligenKOORDINATION, 2017).

Mit der Zertifizierung „Engagementfreundlicher Sportverein“ möchten wir Sportvereine dazu ermutigen sich auf den Weg zu machen besonders gute Rahmenbedingungen für ehrenamtlich und freiwillig Engagierte zu entwickeln und sich diese Qualität mit einem ZERTIFIKAT bescheinigen zu lassen.